AKTUELL

Bilder aus der langen Nacht der Wissenschaft in Konstanz
am 5. April 2012

Bericht im Südkurier v. 1.3.12, Seite 18 Südkurier-Online - hier klicken

Museumsstücke in Aktion

Leipziger Studentin findet bei Compurama Drucker der ersten Generation für ihre Diplomarbeit

MarkwalderDie Compurama, das technische Museum in Radolfzell, hat zwar nach wie vor keine Ausstellungsflächen, dafür aber seine aussagekräftige Internetseite. Dort hat eine Diplomantin der Hochschule für Grafik und Buchkunst aus Leipzig das gefunden, was andere Homepages ihr nicht zeigen konnten: Computer-Drucker der ersten Generationen, betriebs- und vorführbereit.

Das Internet macht's möglich: Eine E-Mail gab die andere und dann wurde ein Besuch vereinbart. Compurama zeigt ja nicht nur seine Geräte, der Aktionskreis hat auch Fachleute, die diese erklären können. So konnte die Studentin aus Leipzig viele der vorhandenen Nadeldrucker der ersten Generation in Betrieb sehen und sich mit dem Informatiker Andreas Weißhaupt und dem Physiker Ulf Weckmann über Betrieb, Ansteuerung und weitere Besonderheiten lange unterhalten.

Aus den angedachten eineinhalb wurden dann volle drei Stunden mit intensivem Gespräch an den Geräten und beim Kaffee. Und die Leute von Compurama waren froh, der Studentin helfen zu können, denn das sehen sie als ihre Stärke: Nicht nur in Vitrinen Geräte zu zeigen, sondern sie im Betrieb vorzuführen. Nicht nur sehen bringt's, sondern das Erleben.

Anmerkung des Admin: Den Hauptanteil an der Führung hatte natürlich unser Leiter Wolfgang Scheinberger, der obige Pressemitteilung verfaßt hat und sich selber in Bescheidenheit "vergessen" hat zu erwähnen. Wolfgang

Frau Markwalder hat uns noch einen freundlichen Eintrag im Gästebuch hinterlassen:

Gästebuch

Bilder aus der Ausstellung
Bericht im Südkurier v. 29.8.11, Seite 18

Kein Radio ist wie das andere

Autor: SUZANNE GLOCKER

Da schweben Elektronen in einer Art Glühbirne. Durch ein Gitter – welches man sich vorstellen muss – werden sie gebündelt und führen so zu einem stärkeren Funksignal.
So oder zumindest so ähnlich funktioniert eine Radioröhre, die in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfunden wurde und eine weltweite Radioindustrie nach sich zog. Kann man, muss man aber nicht bis ins kleinste Detail verstehen. Die Sonderausstellung „Zur Geschichte des Radios“ im Stadtmuseum Radolfzell fasziniert auf vielerlei Weisen.
Die ersten Radios waren groß und hatten kaum Funktionen. Bei wenigen Kilometern Reichweite bekam man einen Sender. Die Reichweite erhöhte sich durch die Art und Anzahl der bereits beschriebenen Glühbirnen beziehungsweise Radioröhren. Das Schmuckstück der Ausstellung – das Telefunken T9W aus dem Jahr 1927/28 – hat beispielsweise fünf solcher Birnen und kostete damals 450 Reichsmark. „Wenn jemand gut verdiente, waren das zirka drei Monatsgehälter. Dieses Modell ist die Wucht, wir sind sehr stolz es in unserer Ausstellung präsentieren zu dürfen“, so Wolfgang Scheinberger, stellvertretender Vorsitzender des Compu-Rama, das die Ausstellung zuwege gebracht hat und selbst als Arbeitskreis aus der Ideenschmiede der Volkshochschule Radolfzell hervorgegangen ist.
Die technische und historische Entwicklung des Radios ist schrittweise dargestellt. Von Portraits über die ersten Macher der Radiotechnik wie Professor Faraday, Maxwell oder den deutschen Physikprofessor Heinrich Hertz bis hin zu Exemplaren aus den 50er Jahren und denen der heutigen Zeit. Außerdem sind die grundlegenden Entdeckungen wie der Zusammenhang zwischen Elektrizität und Magnetismus, die Gesetze der magnetischen Induktion oder die elektromagnetischen Wellen in Experimenten für die Besucher der Ausstellung erfahrbar. Das heißt: Anfassen ist erlaubt.

museumUnd nicht nur die technischen und physikalischen Vorgänge werden in der Ausstellung präsentiert, auch der lokale Bezug ist vorhanden. So ist beispielsweise belegt, dass das Gasthaus Kreuz 1928 das Radio T9W für 450 Reichsmark von Ickenroth und Borel, einem der ersten Geschäfte für Radios und elektrische Anlagen in Radolfzell kaufte. Von Ickenroth und Borel sind zwei weitere Radiogeräte ausgestellt, die sich in Funktion und Leistung ähneln, sich aber äußerlich unterscheiden. „Die Radios wurden damals mit dem Material gebaut, das vorhanden war. Keines gleicht dem anderen“, erklärt Martin Völker von CompuRama.
Die von Wolfgang Scheinberger zu Beginn der Eröffnung gestellte Frage: „Wo bleibt die Musik, wenn sie gehört wurde?“ ist durch diese Ausstellung beantwortet: „In Erinnerung. Und die wollen wir hiermit aufleben lassen“, so Wolfgang Scheinberger.


Die Begeisterung von Achim Fenner, Leiter des Stadtmuseums Radolfzell (links) und Wolfgang Scheinberger, stellvertretender Vorsitzender des CompuRama, für das Schmuckstück in ihrer Mitte, den T9W, ist groß. Die Ausstellung „Zur Geschichte des Radios“ im Stadtmuseum zeigt etliche weitere sehenswerte und erlebbare Exponate.

Bild: Suzanne Glocker ...........Südkurier online

Die Ausstellung ist bis 9. Oktober im Stadtmuseum Radolfzell zu sehen.

Ausstellung im Milchwerk am 2. Oktober 2010


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Pressemitteilung

Schätze fürs CompuRama

Die meisten Radolfzeller wissen inzwischen, daß CompuRama, das technische Museum in Radolfzell,  antike Computer, Telefone, Rechenmaschinen, Schreibmaschinen und Radios sammelt, um sie zu restaurieren und der Nachwelt zu erhalten: Solche Geräte  haben ja Technikgeschichte geschrieben!
Glücklicherweise gibt es in Radolfzell immer noch Schätze, die nur auf ihre Entdeckung warten. benderDie Entdecker waren diesmal ein Ehepaar aus Radolfzell, bei denen der Ehemann jahrelang alte Telefone gesammelt hat, um sie selber zu restaurieren – nun hat er sich von ihnen getrennt, um sie dem CompuRama zu schenken. Danke für das OB05 aus dem Jahre 1905, die zwei OB46 und die zwei W48 von 1948!
Im Bild sehen Sie das Ehepaar Bender mit dem noch  nicht restaurierten  OB05.

Veröffentlicht wurde dieser Artikel im Südkurier v. 27. Juli 2010, auf Seite 21.

















Sehen können Sie ein solches Telefon aus der allerersten Generation von 1905 in der Höllturmpassage bei  Vodafone, das uns freundlicherweise ein Schaufenster zur Verfügung gestellt hat.

vodafon1 vodafon
3.juli2010
Bildgröße kann bei vielen Explorern mit Tastenkombination [CTL -] oder [STRG -] verringert werden. Reset mit [CTL 0].
Pressemitteilung

Neue Spenden fürs CompuRama

Immer wieder hören oder lesen Leute vom CompuRama, dem technischen Museum in Radolfzell, das alte Computer sammelt, aber auch historische Radios, Telefone, Schreib- und Rechenmaschinen. Und immer wieder bieten uns Menschen Geräte an, die sie jahrelang gesammelt haben und nun in gute Hände abgeben wollen.

So haben wir durch Vermittlung des Grafen Dr. Bodman von einer Computersammlung aus Konstanz gehört, die aufgelöst werden sollte. Ein Besuch in dieser Sammlung ließ unsere Herzen höher schlagen: Da standen einige Computer, die wir noch nicht hatten, ja oft noch nicht einmal mehr geglaubt haben, daß es diese Geräte noch irgendwo gibt. So ein Commodore  Typenraddrucker, zwei PETs, eine 8-Zoll-Doppelfloppy, zwei 5,24- Zoll-Doppelfloppies der 80ziger Jahre, ein Apple IIe aus dem gleiche Jahr, eine Anzahl Apple-MACs und neuere Apple-Laptops: Dies und vieles weitere haben wir geschenkt bekommen:
Ein großes Danke-schön an die Spenderin Frau Wiedenroth und an ihren Sohn !
wiedenroth
Im Bild sehen Sie v.r.n.l den Spender F.Wiedenroth,
den Mathematiker K-W.Ott, den Physiker U. Weckmann und den Informatiker M. Völker:


Der Text wurde am 7.4.10 im Südkurier veröffentlicht.

 


Jahresrückblick 2009

 Begonnen hat das Jahr gut: Seit September 2008 hatten wir von der Stadt die ehemalige Metzgerei Züpries in der Seestrasse 44 bekommen, in der wir  eine ständige Ausstellung mit wechselnden Schwerpunkten zeigen konnten. Möglich war das durch die Mithilfe eines unserer Aktiven, der die Ausstellung täglich außer am Wochenende in der Zeit von 15 bis 17 Uhr und oft noch darüber geöffnet hielt, die Besucher zu einem Plausch einlud und Ihnen die Ausstellung zeigte.
Mit Ende März war diese schöne Zeit dann vorbei, die Stadt forderte den Raum zurück, weil sie das ganze Haus umbauen wollte. Begonnen hat sie damit aber erst fast drei  Monate später, so daß wir – bei gutem Willen – noch 3 Monate länger hätten die Seestraße haben können.
Zum Glück sprach uns Frau Berger an: Sie würde uns gerne eine Ausstellungs-möglichkeit geben in ihrem Reformhaus in der Kaufhausstrasse 7 – gerade mal um die Ecke herum: Dieses Angebot nahmen wir gerne an. So sind wir seit April 2009 im Kaufhaus Berger mit wechselnden kleinen Ausstellungen.
Wir nannten unsere Ausstellungen dort:
„Erste Homecomputer in Europa“ - „Das Büro von 1920“ - „Radios von 1930“ -
„Die Entwicklung der Telefone“ -  „Hören – die Welt der Töne“ und die     
Adventsausstellung: „Geschenke und Preise von damals und heute“
Neu seit Mitte Oktober hinzugekommen ist eine kleine Ausstellung im Schreib-warengeschäft „Schmitt-Winter“ in der St. Johannis-Straße. Dort zeigen wir – passend zum Geschäft – noch einmal „Das Büro von 1920“ , gut unterstützt von Herrn und Frau Christ, den Besitzern des Ladens.
An Sachspenden mangelt es uns nicht, wir zählen zur Zeit über 350 Exponate, größtenteils Unikate: Unsere älteste mechanische Rechenmaschine kommt aus der Jahrhundertwende um 1900, unser  ältestes Telefon stammt noch aus der Kaiserzeit von 1905, unsere älteste Schreibmaschine wurde 1920 gebaut und das älteste Radio unserer Sammlung stammt aus dem Jahr 1930. Dagegen kommen unsere Computer-Veteranen ja fast schon aus der Neuzeit: Die Serie der Homecomputer (Apple, TI, Commodore, Atari, Amiga) wurden um 1980 herum hergestellt und der  noch von Hand gefädelte Ringkernspeicher wurde kurz von 1960 gebaut.
Unsere Hauptsorge ist nach wie vor die Suche nach geeigneten Räumen für Magazin und Ausstellung – immerhin sind wir das einzige Technische Museum im Radolfzeller Raum. Ob uns das neue Jahr da eine Überraschung bringen wird?

Ich wünschen den Lesern nachträglich ein gutes Neue Jahr, 
Ihr CompuRama-Radolfzell